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A

Abfallholz
wichtige Rohstoffquelle für die Zellstoff- und Papierindustrie. Abfallholz fällt bei der Pflege und Durchforstung der Wälder. 

absolute Feuchtigkeit
jene Wassermenge, die im Papier vorhanden ist.

Abziehetikettenpapier
spezielles Papier mit einem wasserlöslichen Strich für die Herstellung von Abziehbildern im Offset- oder Siebdruck.

Additive Farbmischung
Die Grundfarben Rot, Grün, Blau (RGB); wird vor allem bei Bildschirmen und Scannern eingesetzt. Mit RGB können alle sichtbaren Farben gebildet werden. Alle drei Farben zu gleichen Teilen übereinander projeziert ergeben Weiß. Durch Mischen von je zwei dieser Farben zu gleichen Anteilen entstehen als Sekundärfarben Cyan, Magenta und Yellow, die Grundfarben des subtraktiven Farbmodells CMYK (Druckgrundfarben).

Affichenpapier
Plakatpapier; nach DIN 6730: weißes Druckpapier, holzfrei, naßfest, vollgeleimt, auch einseitig glatt.

Akzidenz
(Akzidenzen oder Akzidentien) (lat. accidens, das Zufällige, das Veränderliche, das Hinzukommende) ist eine Druck- oder Satzarbeit von geringem Umfang - für Privatpersonen, Betriebe, Verwaltungen. 

Akzidenzdrucksachen sind Gelegenheitsdrucksachen, wie beispielsweise Prospekte, Briefe, Visitenkarten, Formulare etc.

Die im Umgangsdeutsch Werbebeilagen genannten, häufig in Zeitschriften und Zeitungen zu findenden Drucksachen nennt man in der Fachsprache auch Akzidenzbeilagen.


Allonge
Angeklebtes oder angehängtes Blatt oder Folder.

Almanach
Periodische, meist einmal im Jahr erscheinende Schrift zu einem abgegrenzten Fachbereich. Er dient als Nachschlagewerk und Datenquelle.

Altarfalz
Tabernakelfalz, Gatefold, Fensterfalz; es wird ein Blatt so gefaltet, dass zwei Flügel entstehen, die von einer weiteren Seite zu öffnen sind.

Alterungsbeständigkeit
Maß für die Haltbarkeit von Druckprodukten und den Bedruckstoffen. Der Herstellungsprozess und die verwendeten Stoffe haben maßgeblich Einfluss auf den Alterungsprozess.

Altpapier
ist nicht in allen Bereichen der Papierherstellung voll einsetzbar. Einsatz bei Verpackungspapier, Zeitungspapier und Hygienepapier. Aufgrund der geringen Qualität muss ständig ein gewisses Mindestmaß an frischem Material zugefügt werden, um einen „Recycling-Kollaps“ zu verhindern.

AM-Rasterung
= Amplitudenmodulierte Rasterung.
Es wird ein konstanter Rasterpunktabstand in Kombination mit einer variablen Rasterpunktgröße verwendet. Das Größenverhältnis des Punktes zur Rasterzelle definiert den Grauwert.

anaxialer Satz
asymetrischer Satz.

Andruck
= Probedruck; um die Qualität ein- oder mehrfarbiger Reproduktionen zu beurteilen und auf Fehlerfreiheit zu prüfen.

Anlage
Eine Vorrichtung, an die der zu bedruckende Bogen in der Druckmaschine angelegt wird, damit die Druckbildstellung am richtigen Platz erscheint.

Anti-Aliasing
In der elektronischen Bildbearbeitung erzeugt es einen weichen Übergang an Umrisslinien.

Antiqua
Lateinische Schriften deren römische Grundformen beibehalten wurden. Die Bögen der Buchstaben sind gerundet.

Archivpapier
ist auf Dauerhaftigkeit ausgelegt und wird für Aufzeichnungen mit langer Lebensdauer verwendet.

Artwork
Die künstlerische Gestaltung grafischer Teile eines Werbemittels wie Illustrationen, Fotografien oder typografische Gestaltungselemente.

ASCII-Zeichensatz
standardisierter Zeichensatz für Computer und andere Kommunikationseinrichtungen zur Textdarstellung. Er basiert auf dem lateinischen Alphabet, wie es im modernen Englisch benutzt wird.

atro
absolut trocken; Maßstab für die Messung des Trockengehalts von Papier und Zellstoff.

Aufbauen
Auf farbübertragenden Flächen des Druckwerkes eine Druckmaschine sammelt sich örtlich ungewollte Druckfarbe auf. Zum Beispiel auf dem Gummituch beim Mehrfarben-Naß-in-Naß-Druck.

Aufbereitung
Nach der Faserstoffgewinnung ist es die erste Stufe der eigentlichen Papierherstellung.

Auflage
Die Anzahl der herzustellenden Exemplare eines Druckauftrages.

Auflösung
Wiedergabefeinheit einer Darstellung. Meist in Pixel, Linien oder Punkten pro cm oder inch angegeben.

Aufrichten
Die zusammengefalteten Schachteln werden mittels Führungsschienen aufgerichtet und füllfertig gemacht.

Aushängebogen
Kontrollbogen seitens des Autors, ob seine Korrekturen richtig durchgeführt wurden. Wenn alle Bogen vorliegen, ist er in der Lage das Inhaltsverzeichnis und Fachwort- und Namensregister zu bereinigen.

auspunktieren
Die Strecke von einem Wort in einer Zeile bis zum Beispiel zu einer Seitenzahl eines Inhaltsverzeichnisses mit Punkten etc. versehen.

ausschießen
Anordnen einzelner Seiten zu einem Druckbogen nach vordefinierten Ausschussschemata und druckbedingten Vorgaben.

ausschließen / aussperren
Die Veränderung der Wort- bzw. Buchstabenzwischenräume, um die Zeile auf die im Layout festgelegte Länge zu bringen.

Ausschuss
Papier, das durch Fehler in der Papierfabrikation ausgeschieden wurde.

austreiben
wenn die Zeile gewaltsam, ohne Beachtung der optischen Ausgeglichenheit auf eine bestimmte Breite erweitert wird.

Autotypie
Auflösung eines Halbtonbildes in druckfähige Elemente für den Buch- und Flachdruck.

B

Bahnbreite
Rollenbreite, in der das Papier auf der Papiermaschine gearbeitet ist.

Banknotenpapier
Das Papier für Banknoten wird von Spezialpapierfabriken genau abgezählt geliefert.
Normalerweise wird für Banknoten Hadernpapier mit positiven und negativen Wasserzeichen verwendet. Diese werden auf Rundsiebpapiermaschinen hergestellt. Meistens wird verlangt, dass das Wasserzeichen an einer ganz bestimmten Stelle, meist eine druckfreie, zu stehen hat.


Barytpapier
geleimtes, knotenfreies und mit einem Strich aus Bariumsulfat gestrichenes Papier. Es hat eine völlig glatte und sehr geschlossene Oberfläche.

Bedruckbarkeit
Eigenschaften, die das Druckergebnis auf Papier beeinflussen.

Bedruckstoff
Materialien, die bedruckt werden; Papier, Karton und Pappe etc.

Beihefter
Beilagen, Sonderbroschüren und Prospekte, die fest in eine Zeitschrift eingeheftet werden, damit sie nicht herausfallen.

Beilagen
Beilagen, Sonderbroschüren und Prospekte, die nicht fest in eine Zeitschrift eingeheftet werden.

Berstwiderstand
Maß für den Widerstand des Papiers gegen Druckbeanspruchung senkrecht zur Papierfläche.

Beschichten
Aufbringen von Dispersionen oder Schmelzen auf Packstoffe zur Erzeugung festhaltender Schichten größerer Dicke.

Beschneiden
Dadurch erhält ein mehrseitiges Produkt glatte Buchschnitte. Das Bescheiden erfolgt an drei Seiten, an denen es nicht geheftet wird. Bei der Klebebindung wird an allen vier Seiten beschnitten. Außerdem werden die einzelnen Seiten von Druckbögen durch das Beschneiden voneinander getrennt, sodass sich das Buch oder die Broschüre aufschlagen lässt.

Beschnitt
Randbereich einer Drucksache, der zwar mitgestaltet wird, aber später durch das Beschneiden wegfällt. Wenn Gestaltungselemente (Texte, Bilder) bis an den Rand gesetzt und auch so erscheinen sollen, muss der Gestalter die Motive bis über die Formatbegrenzung des Produkts hinaus setzen. Der Beschnittbereich gewährleistet, das unschöne Blitzer (weiße Papierstreifen) vermieden und drucktechnische Vorgaben erfüllt werden. Die wegfallenden Partien betragen, je nach Ausführung, drei oder mehr Millimeter. Abfallende Bilder und Flächen müssen drei bis fünf Millimeter über das Endformat hinausreichen.

Biegefestigkeit
Widerstand, den ein Papier Verformungen im elastischen Bereich entgegensetzt.

Bilderdruckpapier
besteht aus Zellstoff und ist Alterungsbeständig und vergilbt nicht.

Bildunterschrift
Ein kurzer, zu einem Bild geschriebener Text.

Bit
kleinste am Computer verarbeitete Speichereinheit und kann im binären Zahlencode die Eigenschaft 0 oder 1 annehmen.

Bitmap
Grafikformat, bei dem die Bildpunkte innerhalb eines zweidimensionalen Koordinatensystems mit x-/y-Werten und einem Farbwert beschrieben werden.

Blaupause
Lichtpausverfahren; wird zur Korrektur von Bogenmontagen und Stellungsmustern in Druckvorstufe und Druck eingesetzt.

Blindtext
Ein Text, den man bei der Gestaltung von Publikationen verwendet, wenn der eigentlich zu verwendende Text noch nicht vorliegt. Mit dessen Hilfe kann die Verteilung des Textes auf der Seite sowie die Lesbarkeit der Typografie beurteilt werden. Er besteht aus einer mehr oder minder sinnlosen Folge von Wörtern, oft auch nur aus wortähnlichen Silbenfolgen.

Blitzer
Unbedruckte weiße Stellen zwischen anstoßenden Farbflächen bei Druckerzeugnissen, wodurch das Papierweiß sichtbar wird.

Blocken
oberflächiges Aneinanderhaften von Packstoffen unter Druckeinwirkung, sodass sie nicht mehr ohne Beschädigung einer ihrer Oberflächen getrennt werden können.

Blocksatz
Die Methode, einen Text so zu setzen, dass alle Zeilen durch Erweiterung der Wortzwischenräume auf gleiche Breite gebracht werden, so entsteht ein Block.

Body copy
Haupt- oder Fließtext einer Anzeige.

Bogensignatur
bestehend aus einer arabischen Ziffer (Prime) auf der ersten Seite des Druckbogens. Jeder drauffolgende Bogen erhält die aufeinanderfolgende Ziffer. Die dritte Seite des Bogens erhält die gleiche Ziffer, jedoch mit einem Stern und wird Sekunde genannt. Die Prime ist die Schöndruckform und die Sekunde die Widerdruckform.

Breitbahn
Papierbogen, dessen lange Seite aus der Breite der Papierbahn geschnitten wurde.

Brennweite
die bestimmte Größe für den Abbildungsmaßstab und den Kameraauszug.

Broschur
der geheftete Buchblock kommt in einen Papier- oder Kartonumschlag.

Broschüre
Buchartiges Fertigprodukt, meist bestehend aus 8 bis 48 Seiten, jedoch ohne Buchdeckel – ohne festen Umschlag.

Brotschrift
Grundschrift eines Textes.

Bruchwiderstand
Festigkeitseigenschaft eines Papiers bei Zugbeanspruchung.

Buchbinderbogen
der beschnittene Druckbogen.

Buchblock
alle Seiten eines Buches ohne die Einbanddecken.

Bundsteg
Der Steg zwischen der linken und rechten Seite einer Doppelseite, an dem das Buch oder die Broschüre nach dem Druck gebunden wird.

Buntpapier
werden erst nachträglich durch Färben und Mustern hergestellt, im Gegensatz zu farbigen Papier.

Bürstenabzug
Korrekturabzug. Heute meist durch Proof ersetzt.

Büttenpapier
von Hand geschöpftes Papier.

Byte
kleinste adressierbare, einzeln ansprechbare Speichermenge in einem Computer.

C

Certified PDF
plattformübergreifender Standard im Format PDF. Es werden Standardeinstellungen für PDF vorgegeben, die einen Standard im digitalen Datenaustausch von Dokumenten und eine Struktur zur Erstellung vorgeben. Dies ermöglicht eine Überprüfung mit der Preflighting-Funktion, sodass man eine Druckvorstufendatei erhält, die bereit für die Plattenbelichtung ist.

CFB-Papier
beidseitig gestrichenes Papier für selbstdurchschreibende Mehrfach-Formularsätze.

Charts
grafische Darstellung zahlenbezogener Sachverhalte.

Chemiegrafie
Verfahren zur Herstellung von Klischees

Chlorfreie Papiere
Papier aus Zellstoff, ohne Elementarchlor oder Chlorverbindungen gebleicht.

Chromopapier
einseitig matt, halbmatt, glänzend oder hochglänzend gestrichen.

Cicero
Im typografischen Maßsystem die Bezeichnung für zwölf typografische Punkte à 0,376 mm (ca. 4,5 mm).

CIE L*a*b*-Farbraum
Geräteunabhängiger Farbraum, bei dem die CIE-Farbwerte Y, x, y in empfindungsgemäß gleichabständige Werte L*, a*, b* umgerechnet wurde. L* bezeichnet die Helligkeit, a* ist der Rot-Grün-Anteil und b* der Gelb-Blau-Anteil.

CIE-Farbraum
Geräteunabhängiger Farbraum, in dem jede darzustellende Farbe durch ihre Normfarbwerte Y, x, y beschrieben wird.

Cito
Rillzurichtungen aus Pressspan mit Aufsteckprofil für genaue und einfache Positionierung und Übertragung auf die Stanzplatte.

Clip Art
angebotene Sammlung digitaler Fotos, Grafiken und Logos in unterschiedlichen Datenformaten.

CMYK
Standardisierte Grundfarbe für den Vierfarbendruck: Cyan, Magenta, Yellow, Key. Cyan + Magenta + Yellow = Schwarz bzw. ein dunkles Braun, daher wird Schwarz als vierte Prozessfarbe eingesetzt, um die Sättigung zu verbessern.

Colormanagement
Dies ist die Abstimmung aller Eingabe- und Ausgabegeräte innerhalb einer Bildverarbeitungskette. Das Ziel ist, dass unabhängig von den verwendeten Geräten stets die gewünschte Farbwiedergabe resultiert.

Computer to Conventional Plate
die digitalen Daten werden direkt von einer Workstation, auf eine konventionelle Druckplatte belichtet.

Computer to Film
die digitalen Daten werden ausschussartig mittels eines RIP´s auf einen Film entsprechend des Formates der Druckmaschine belichtet. Der Film wird entwickelt, und auf konventionellem Weg auf die Druckplatte kopiert.

Computer to Press (Direct Imaging)
aufgrund von PostScript-Daten werden alle Druckformen einer Druckmaschine gleichzeitig und registergenau bebildert.

Corporate Design (CD)
Teilbereich der Corporate Identity (CI). Es werden die Richtlinien zur Gestaltung eines einheitlichen Unternehmenserscheinungsbildes für die Corporate Identity definiert.

Corporate Identity (CI)
Die Bestimmung der Persönlichkeit eines Unternehmens aufgrund von fixen Ordnungen für Kommunikation, Verhalten und Erscheinung.

Cross Media
Mehrfache Nutzung von Druckdaten für verschiedene Inhalte. So können dieselben Daten für die Erzeugung von Druckseiten, aber auch von Inhalten für CD-ROMs und Seiten im Internet dienen.

CTP - Computer to Plate
die digitalen Daten werden direkt von einer Workstation, auf die Druckplatte belichtet, die dann im konventionellen Entwicklungsprozess druckfertig gemacht wird.

Curl
Ausmaß der Wölbung eines auf glatter Unterlage liegenden Papierbogens.

D

DCS
Dateiformat, womit der Druck hochaufgelöster Bilder beschleunigt werden kann, da die Farbseparierung schon im Erstellungsprogramm erledigt wird und in fünf eigene Dateien gespeichert wird. Dies sind die Masterdateien mit groben Vorschaubild und den vier einzelnen Separationen für CMYK.

Decklage
Außenliegende Schicht eines Kartons

Dedikation
Widmung in Büchern auf der nächsten rechten Seite nach dem Titel.

deleatur
del., ein Korrekturzeichen; ein Buchstabe oder ein Wort sollen entfernt werden.

Densitometer
Gerät zur Messung von Schwärzung- bzw. Dichtewerten von Durchsichts- und Aufsichtsmaterialien.

Densometer
Instrument zur Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Papier.

diakritische Akzente
besondere Aussprache für den Satz von Sprachlehrbüchern.

Dickte
Breite einer Drucktype. Bei Schreibmaschinenschriften haben alle Zeichen die gleiche Dickte. Bei typografischen Schriften können Zeichen verschiedene Dickten-Einheiten haben.

Digitaldruck
Bei diesem Druckverfahren werden die Informationen direkt vom Computer auf den Bedruckstoff gebracht, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Dabei wird die Technologie des Farbdruckers mit der Mechanik einer Druckmaschine verbunden. Dies erlaubt spezielle Applikationen wie personalisiertes Drucken. Es wird zwischen Non-Impact-Verfahren (Thermografie, Ink-Jet, Elektrofotografie, Ionografie, Magnetografie) und Computer-to-Press-Verfahren (Druckplatte löschbar und Druckplatte nicht löschbar) unterschieden.

Digitalproof
Prüfungsdruck direkt aus dem Datenbestand

DIN
Deutsche Industrie Norm; legt Begriffe, Maße und Anwendungen im industriellen Bereich eindeutig fest.

Diphtonge
Koppellaute; aus zwei Vokalen zusammengesetzte Laute wie au, ei, eu.

Dithering
Zerlegen eines elektronisch gespeicherten Halbtonbildes nach bestimmten Algorithmen in zufallsverteilte Rasterbilder.

Divis
Bindestrich; ein kurzer waagrechter Strich, der beim Schreiben zur Verbindung von Wörtern zu einem eigenständigen Begriff benutzt wird.

Dokumentenpapier
Papier mit hoher Qualität und echtem Wasserzeichen.

dpi
dots per inch; Anzahl der darstellbaren Punkte pro Zoll. Maßeinheit für die Auflösung von Ein- und Ausgabegeräten.

Dreimesserautomat
Schneidautomat mit drei Messern für dreiseitige Beschnitte. Der Kopf- und Fußschnitt wird gleichzeitig ausgeführt, anschließend erfolgt mittels des dritten Messers der Vorderschnitt.

Druckbogen
Der Papierbogen, wie er aus der Druckmaschine kommt.

Drucken
laut DIN 8730 die Wiedergabe einer textlichen und bildlichen Darstellung in beliebiger Anzahl durch Übertragung von Druckfarbe oder färbenden Substanzen durch eine Druckform auf einen Bedruckstoff.

Druckform
Die Oberfläche der Druckform ist so vorbereitet, dass ausgewählte Stellen Druckfarbe auf den Bedruckstoff übertragen.

Druckpapier
Oberbegriff für alle Papiere, die ungestrichen oder gestrichen zum störungsfreien Bedrucken geeignet sind.

Druckspannung
Der in der Druckzone der Druckmaschine erzeugte physikalische Druck, um die Farbübertragung von der Druckform auf das Gummituch oder auf den Bedrucktstoff zu ermöglichen.

Dublieren
Eine Fehlerscheinung im Druckbild, die sich als schattenartige Kontur äußert. Dies hat eine Erhöhung der Tonwertzunahme zur Folge.

Duftlackierung
Mittels Farb- und Lackauftrag werden Duftstoffe auf den Bedruckstoff aufgetragen. In der Farbe oder im Lack sind eingearbeitete mikroverkapselte Duftöle, die durch Rubbeln oder Reiben platzen und ihren Duft freisetzen.

Duktus
Die Charaktereigenschaft des Striches einer Schrift, also Strichstärke, Strichkontrast, Strichführung und der so vermittelte Eindruck, wird mit Duktus umschrieben.

Duplex
zweifarbige Abbildung, bei der Schwarz für die Zeichnung sorgt und die Farbe für die Flächendeckung.

Duplexkarton
bestehend aus drei Stofflagen, wobei die Einlage und die rückseitige Decklage zumeist aus Altpapierstoff gefertigt wird.

Durchreißfestigkeit
Maß für die mittlere Kraft, die nach dem Einschnitt zum Durchreißen der Papierprobe erforderlich ist.

Durchschnitt
Positionierung von Formaten Kante an Kante ohne Druckzugaben. Überfüller zwischen den Formaten.

Durchschuss
Abstand zwischen Textzeilen; von Schriftoberlänge zu Schriftoberlänge.

Durchsicht
die Struktur und der Grad der Einheitlichkeit der Faserverteilung im Papier, gemessen oder beurteilt mittels hindurchgeschicktem Licht.

E

Echtfarbendatei (Truecolor File)
bezeichnet eine Farbtiefe von 24 Bit (224 ≈ 16,8 Millionen Farben). Bilder mit dieser Farbtiefe erwecken beim menschlichen Betrachter einen natürlichen Eindruck.

Einbanddecke
Buchdecke(l); dieser wird um den Block gefertigt.

Einheitsschriftlinie
Damit alle Schriften mit gleichen oder verschiedenen Grad auf jeden Fall durch systematisches Über- oder Unterlegen in gleiche Schriftlinie gebracht werden können.

Einlage
Bei Karton die innenliegende Schicht.

Einschlagen, Einwickeln
Umhüllen von Packgütern festgelegter Form mit flächigem Packstoff.

Einzug
Einrücken der ersten Zeile eines Absatzes von der Satzspiegel- oder Spaltenkante. Wenn ein Absatz keinen Einzug hat, wird dieser als „stumpf“ bezeichnet. Es können auch ganze Sätze oder Abschnitte als Einzug bezeichnet werden, wenn sie gegenüber dem übrigen Satzbild hervorgehoben werden sollen.

Elefantenhaut
Extra zäher Werkstoff auf Papierbasis, mit typischer Aderung und besonders hohen Festigkeitswerten. Es ist zudem besonders kratz- und scheuerfest.

Elektrischer Widerstand
beschreibt die Weise, in der ein Papierbogen eine elektrische Ladung aufnimmt und beibehält.

Elektrofotografie
es wird ein Fotohalbleiter verwendet, mit der Eigenschaft, im Dunkeln nichtleitend und bei Lichteinfluss stromleitend zu sein. Der Fotohalbleiter wird mittels der Corona aufgeladen und unter Lichteinfluss fließt die Ladung ab, sodass bei Belichtung nur dort Ladung zurückbleibt, wo die Vorlage geschwärzt ist. Das Ladungsbild wird mit Toner eingefärbt, übertragen und fixiert. Die Reinigung der Walze erfolgt mittels Bürsten oder Absaugen.

Elektrografie
elektrostatische Ladung wird punktweise auf eine dielektrische Schicht aufgetragen. Der Fotohalbleiter wird mittels der Corona aufgeladen und unter Lichteinfluss fließt die Ladung ab, sodass bei Belichtung nur dort Ladung zurückbleibt, wo die Vorlage geschwärzt ist. Das Ladungsbild wird mit Toner eingefärbt, übertragen und fixiert. Die Reinigung der Walze erfolgt mittels Bürsten oder Absaugen. Die punktweise Aufladung kann durch Stiftelektroden, Elektronenstrahlung oder durch Ionenstrahlprojektion erfolgen.

Elektrosensitive Drucksysteme
es wird mit beschichteten Substanzen gearbeitet die bei kleinen Formaten vorteilhaft sind.

Elfenbeinkarton
hat eine besonders weiße Färbung und elegante Durchsicht.

englische Linie
Linie, die gegen die Mitte hin dicker wird.

Entrasterung
Reproduzieren gerasteter Vorlagen in Halbton- oder Rasterbilder um Moiré-Effekte zu vermeiden.

Entwickeln
Behandlung einer strahlungsempfindlichen Schicht zum Sichtbarmachen des durch die Belichtung entstandenen latenten Bildes.

EPS
Encapsulated PostScript; Ein Dateiformat bei dem die EPS-Datei aus einem Mainfile mit einem Vorschaubild in Grobdaten und Einzelfiles mit den Feindaten besteht.

EPSI
Encapsulated PostScript Interchange; allgemeinste Version von EPS, die die Verarbeitungsmöglichkeit von ACSII-Text voraussetzt.

Errata
Druckfehlerberichtigung; Druckfehlerverzeichnis

Euroskala
nach DIN 16539 genormte Farbskala für den Vierfarbendruck (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz)

Ex Libris
Buchbesitzerverzeichnis in Büchern.

F

Fadensiegeln
Fadenstücke werden von innen nach außen durch den Heftfalz eingeschossen.

Fahnenabzug
Korrekturabzug vom noch nicht umbrochenen Satz. Auch Bürstenabzug genannt.

Faksimile
lat. "mache es ähnlich!"; Originalgetreue Kopie bzw. Reproduktion einer Vorlage, häufig eines historisch wertvollen Dokumentes.

Faltschachtelkarton
oberflächenbehandelte Maschinenpappe zur Herstellung von Faltschachteln.

Falzbogen
gefalzter Buchbinderbogen.
Ein Produkt der Falzmaschine.

Falzen
wenn ein Planbogen zu einem zusammenhängenden mehrseitigen Produkt weiterverarbeitet werden soll, so muss der Bogen gefalzt werden. Es wird zwischen Parallelbruch und Kreuzbruch unterschieden.

Falzzahl
Maß für die Festigkeit eines Papiers beim Falzen; wie viele Doppelfalzungen ein Versuchsstreifen aushält bevor er zerreißt.

Farbabfall
Ungleichmäßig dicke Farbschicht in Druckrichtung beim Offsetdruck.

Farbauszug
Zerlegung einer Farbvorlage in die Grundfarbenanteile Cyan, Magenta und Gelb sowie Schwarz.

Farbmanagement
Steuerung der Farbwiedergabe in einem digitalen grafischen Produktionsprozess. 

Farbort
bestimmt den Eindruck der Papierweiße

Farbraum
Die Menge aller durch ein Farbsystem darstellbaren Farbtöne.

Farbtemperatur
Die Farbtemperatur einer Lichtquelle ist die Temperatur, die ein Schwarzer Körper haben müsste, damit dessen Licht denselben Farbeindruck erweckt wie die tatsächliche Lichtquelle.

Farbtiefe
sie entscheidet über die Anzahl der darstellbaren Farben eines Bildes und somit über die Qualität des Bildes in der Wiedergabe.

Feindaten
Hochauflösende Daten die eine optimale Druckqualität im Druck ermöglichen.

Feinpapier
Papier bester Qualität; es wird besonders Wert auf Oberflächenfestigkeit und gleichmäßige Durchsicht gelegt.

Festigkeit / Zugfestigkeit
maximaler Zug-Widerstand, bevor die Papierbahn reißt.

Feuchtdehnung
Folge der Hygroskopizität von Papier. Durch Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft werden die Abmessungen eines Papierblattes oder –bogens größer.

Feuchtwalzen
Wasserwalzen, Wischwalzen; sie übernehmen das Auftragen des Feuchtwassers auf die Druckform. Somit wird die Druckform feucht gehalten und überschüssiges Wasser wird weggenommen, Staub- und Farbteilchen werden beseitigt. Die Walzen sind mit einem Stoffüberzug versehen.

Feuchtwerk
Ähnlich den Feuchtwalzen überträgt ein Feuchtwerk Wasser auf die Druckform. Ein Wasserkasten dient zur Aufnahme des Feuchtwassers.

Flackdruck
Beim Flachdruckverfahren befinden sich die druckenden und die nichtdruckenden Partien der Druckform in einer Ebene. Die druckenden Partien zeichnen sich dadurch aus, daß sie farbführend und die nichtdruckenden Formelemente farbabweisend sind.

Flexodruck
Das Hauptmerkmal des Flexodruckes ist die Verwendung flexibler, im Gegensatz zum Buchdruck relativ weicher Druckformen, die eine besondere Farbzuführung ermöglichen. Mit der elastischen (weichen) Druckform und der jeweils auf den Bedruckstoff abgestimmten Druckfarbe (niedrigviskos) lässt sich eine große Palette saugfähiger und nichtsaugfähiger Bedruckstoffe bedrucken.

FM-Rasterung
= Frequenzmodulierte Rasterung; es wird ein variabler Rasterpunktabstand mit einer konstanten Rasterpunktgröße kombinierbar. Die Rasterpunkte sind weder nach einem Punktabstand noch nach einem bestimmten Winkel ausgerichtet, sondern durch einen aufwendigen Rechenalgorithmus wie zufällig verteilt.

Folder
Mehrfach gefalztes Prospekt

Font
Bezeichnet eine Schriftart, Schriftschnitt, Schriftgröße

Formate
Papierformate sind genormt nach DIN 476. Dabei bleibt das Verhältnis der Länge zur Breite immer gleich, wenn das Blatt halbiert, geviertelt, geachtelt wird.

Formatpapier
im Gegenteil zum Rollenpapier ist bereits „ab Werk“ auf die vom Auftraggeber bestimmten Formate zugeschnitten.

Formen
in Verpackungsmaschinen ist es das Herstellen einer füllfertigen Verpackung durch raumbildendes formen eines Packstoffes, meist unter Anwendung zusätzlich Hilfsmittel.

Formzylinder
jener Zylinder, um den die Druckform, also die Druckplatte oder das Klischee, gespannt ist.

Fraktur
deutsche Schrift, die in den kleinen Buchstaben eckige und runde Formen aufweist und so ein gebrochenes Prinzip darstellt.

Frontispiz
Titelbild am Anfang eines Werkes, gegenüber dem Titel.

Füllen
Einbringen von Packmittel

G

Gaufrieren
Prägen; die Oberflächenstruktur von Papier erhält eine Musterung.

Gautschen
ein alter Brauch, die ausgelernten Gehilfen der einzelnen Lehrberufe in der Druckindustrie oder Absolventen der Höheren Grafischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt mit einer Wassertaufe zu standesgemäßen Mitgliedern der grafischen Industrie zu erklären. Die Gautschlinge erhalten zudem einen Gautschbrief.

GCR
grey component replacement; im Gegensatz zu UCR ein „breites“ Schwarz, das in den gesättigteren Farben Farbanteile aus Cyan, Magenta, und Yellow durch Schwarz ersetzt. Mit GCR und einer geringen Flächendeckung wird eine Reduzierung des Farbverbrauchs im Druck erreicht.

Gegendruckzylinder
jener Zylinder im Offsetdruck, um den mittels Geifer der Papierbogen geführt und durch den Kontakt mit dem Gummituchzylinder bedruckt wird.

Gemeine
Kleinbuchstaben

Gestrichene Papiere
diese weisen zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit einen Strich auf. Dieser besteht aus hochwertigen natürlichen Pigmenten, Bindemittel und Hilfsstoffen.

GIF
Graphic Interchange Format; ursprünglich ein Format für Bilder im Netz.

Gradation
= Gammawert; Maß für die Fähigkeit einer lichtempfindlichen Schicht eines Filmes, Dichteabstufungen wiederzugeben. Die Gradationsstufen reichen von weich bis ultrasteil.

Grafische Papiere
Druck- und Pressepapiere, Büro- und Administrationspapiere.

Grammatur
das Papiergewicht in Gramm pro Quadratmeter.

Grobdaten
Bilder und Texte sind niedrigaufgelöst und ausschließlich für die Gestaltung und Layout-Konzeption verwendbar. Dies hat den Vorteil einer kleinen und daher schnell zu verarbeitenden Datenmenge.

Grotesk
Der Schriftcharakter der Blockschrift, Steinschrift oder Lapidar. Schrift ohne Schraffen und ohne Serifen, zum Beispiel Arial, Helvetica.

Grundschrift
Hauptschrift eines Werkes.

Guillement
Französisches Anführungszeichen.

Gummieren
a) Auftragen einer Klebstoffschicht auf einen Trägerstoff
b) Aufragen einer Kautschukmasse als Dichtung auf eine Trägerstoff
c) Aufvulkanisieren einer Kautschukmasse auf einen Trägerstoff


Gummituch
es ist im Offsetdruck um den Gummituchzylinder gespannt und nimmt das auf dem Formzylinder seitenrichtig befindliche Druckbild seitenverkehrt auf und gibt es an den Papierbogen oder die Rolle am Gegendruckzylinder ab.

H

Halbgeviert
Ausschlussstück, das halb so dick ist wie der Schriftgrad.

Halbton
echte Halbtöne sind ineinander verlaufende Ton- und Farbabstufungen die alleine durch ihre Abbildung ohne Raster erzeugt werden. Unechte Halbtöne: damit Abbildungen gedruckt werden können, werden die echten Halbtöne eines Fotos oder Dias in unechte Halbtöne umgewandelt, also aufgerastert. Dadurch entstehen die Ton- und Farbabstufungen.

Halbtonvorlage
Vorlagen, die sich nicht aus reinem Schwarz und Weiß zusammensetzen, sondern aus unterschiedlichen Helligkeitsabstufungen, d.h. Graustufen und Farbabstufungen. Diese kann man wiederum zwischen Graustufenvorlage, Abstufungen in der Helligkeit – nicht in der Farbe - und Farbvorlagen, Abstufungen in der Helligkeit und in der Farbinformation unterschieden.

Hardcover
Buch mit festem Einbad aus Leinen, Leder oder Pappe mit Schutzumschlag.

Hartpostpapiere
Naturpapiere und Schreibmaschinenpapiere besonders guter Qualität, die beim Biegen oder Knittern „klanghart“ wirken.

Heftung
wenn Bogen, Bogenteile oder Einzelblätter zu Broschüren oder Katalogen verarbeitet werden. Die Heftung besteht aus einer Drahtklammer oder Fadenstücken.

Heißkleben
Verbinden mittels heißer Schmelzklebstoffe (Klebe-Hotmelts)

Heißsiegeln
verbinden der thermoplastischen Beschichtung von Trägerstoffen unter Einwirkung von Wärme und Druck.

Helligkeit
die Brillanz und Weiße eines Papierbogens.

Hexachrom
Ein von Pantone entwickeltes Sechs-Farben-System. Damit besteht die Möglichkeit, den beschränkten Farbraum des CMYK-Farbraumes zu erweitern. Zusätzlich zu Cyan, Magenta, Yellow und Key wird ein gesättigtes Grün und Orange gedruckt.

HKS
Schmuckfarben-Farbsystem.

Hochdruck
Der Hochdruck, zu dem Buch- und Flexodruck gehören, ist das älteste  Druckverfahren. Wie der Name schon andeutet, wird beim Hochdruck von hochliegenden Druckelementen gedruckt. Das Druckbild wird direkt auf den Bedruckstoff gebracht.

Hochfrequenzschweißen
Schweißen von Packstoffen.

Holografie
dreidimensionale Fotografie eines Objektes unter Verwendung von Laser-Strahlen.

Hurenkind
Eine am Ende stehende Zeilen eines Absatzes, die wegen des Umbruchs alleine in die nächste Spalte gerutscht ist.

Hybrid Screening
Kombination aus stochastischem Raster (FM) in den Spitzlichtern und konventionellem Raster (AM) auf der restlichen Skala.

I

ICC
International Color Consortium; plattformübergreifender Standard für die medien- und geräteunabhängige Farbdatenverarbeitung in Form eines einheitlichen Geräteprofilformats.

Illustrationsdruckpapier
ungestrichenes, holzfreies oder holzhaltiges Papier mit einer durch starke Satinage erzeugten glatten Oberfläche.

Imprägnieren
Tränken eines saugfähigen Packstoffes mit einem Imprägniermittel

Impressum
Nennung des Verlages, des Redakteurs oder Herausgebers und des Druckers in einer Zeitungs- oder Zeitschriftenausgabe.

Imprimatur
lat. „es werde gedruckt“; Freigabe einer Vorlage, eines Proofs; Druckfreigabe; Druckerlaubnis.

Inférieurs
tiefstehende Buchstaben.

Initiale
größerer, meist verzierter Anfangsbuchstabe beim Satzbeginn.

Ink Jet
Das Ink Jet-Verfahren ist eine Computer to Print-Technologie, bei der Farbe aus Düsen gespritzt wird, also prinzipiell kein Bildträger benötigt wird. Die Bebilderung erfolgt direkt auf den Bedruckstoff. Die Daten des digital beschriebenen Druckauftrages werden direkt zur Ansteuerung einer Bebilderungseinheit übertragen. Die Bebilderungseinheit ist in diesem Fall das Ink Jet-System selbst, das je nach Technologie die Farbe über Düsen direkt oder indirekt auf das Papier überträgt

Ink Jet-Papier
oberflächenveredeltes Papier für ein berührungsloses Druckverfahren, wobei eine schnelle Aufnahme der Tintenart gewährleistet sein muss.

Inkunabel
Wiegen- oder Erstlingsdruck.

Innen- und Außenschnitt
Das Schneidegut, das hinter dem Schneidemesser liegt, weist eine sauberere und glattere Schnittfläche auf (Innenschnitt) als der Stapel, der durch die Schräge des Messers nach von geschoben wird (Außenschnitt).

Ionografie
Bei der Ionografie erfolgt nun die Erzeugung des Ladungsmusters auf dem Bildträger direkt mit der Bebilderungseinheit, und es ist keine zuvor erzeugte homogene Ladungsumverteilung auf der Bebilderungsfläche erforderlich. Im ersten Schritt werden Elektronen auf eine Aluminiumwalze aufgetragen, der magnetische Toner gelangt auf die Trommel und das getonte Bild wird auf dem Papier fixiert. Danach wird der Toner von der Trommel mit einer XENON-Blitzlampe entfernt.

Irisdruck
Nebeneinanderdrucken zweier oder mehrerer Farben in der gleichen Maschine durch Unterteilen des Farbkastens. Die Farben verbinden sich zu einem harmonischen Übergang.

Irisfarben
Farben die durch Interferenz/ Überlagerung entstehen.

ISBN
= International Standard Book Number; zehnstellige Standardnummerierung für Bücher.

ISDN
Integrated Services Digital Network; digitales Netzwerk; gleichzeitige Übertragung von Daten, Text, Sprache und Bild; hohe Übertragungsrate.

Italique
franz. für Kursivschrift

J

Japanpapiere
Papiere aus Japan mit seidenartigem Charakter. Sie sind weich, zäh und biegsam wie ein Gewebe.

JDF
Job Definition Format; XML-basierende digitale Auftragstasche im Workflow der digitalen Druckvorstufe.

Job Ticket
digitale Auftragstasche im Arbeitsablauf der Druckvorstufe

Josephspapier
weiches Seidenpapier ohne kratzende Bestandteile. Besonders geeignet zur Verwendung als Schutzpapier zur Säuberung von optischen Linsen und Gläsern.

JPEG
Joint Photographic Expert Group; Datenformat und Kompressionsalgorithmus für Farbbilder.

K

Kalander
Glättemaschine; dient zum Erzielen eins höheren Glanzes bei Papier.

Kalibieren
Abgleich von Geräten auf korrekte Funktion. In der Druckvorstufe dient dies bei Ein- und Ausgabegeräten, um die Farbdarstellung zu prüfen und eventuell zu korrigieren.

Kalligrafie
griech. „schön schreiben“; die Kunst der Handschrift; Schönschreibkunst.

Kapitälchen
Großbuchstaben, die in der Größe von Kleinbuchstaben gesetzt werden.

Karbonieren
Abziehen; eine Erscheinung, dass in einem Stapel von bedrucktem Material durch Druck Farbe von einer Oberfläche auf die daraufliegende Oberfläche übertragen wird. Dies kann auch in einer Schneidemaschine durch den Pressbalken oder durch das Gewicht der Druckbogen selbst geschehen.

Karton
flächiger Werkstoff, der hinsichtlich des Flächengewichts sowohl in das Gebiet der Papiere als auch in das der Pappen hineinreicht.

Kaschieren
Aufkleben der Druckerzeugnisse auf verschiedene Papier oder Folien, meist zur Veredelung des Trägermaterials.

Klammern
runde ( ) Parenthesen, eckige [ ] Akkoladen, { } Nasenklammern

Klebebindung
Die zusammengetragenen Bogen werden am Rücken aufgeschnitten bzw. aufgefräst und durch Klebstoff zu einem Block verbunden. So kann der Kleber besser in die Papierfasen eindringen, wodurch die Haltbarkeit steigt.

Kleisterpapier
Buntpapier, das sehr unregelmäßige, marmorartige, farbige Muster aufweist.

Klischee
Druckstock; die im Flexodruck verwendete Hochdruckform.

Kohlepapier
dünnes, mit Wachsfarbe beschichtetes Papier, das seine Farbe durch Druck an eine Papierunterlage abgibt.

kollationieren
Prüfen der richtigen Reihenfolge der Bogen nach dem Zusammentragen.

Kolon
Doppelpunkt

Kolophon
Vor dem Aufkommen des Titelblatts wurden die Angaben von Titel, Ort und Zeit des Erscheinens sowie der Name des Druckers am Schluss des Buches im Kolophon zusammengefasst.

Kolumne
eine fertig umbrochene, justierte Druckseite/Spalte.

Komplementärfarbe
lat. complementum = „Ergänzung“; zwei gefärbte Lichter die, additiv mit entsprechender Intensität gemischt, Weiß oder Grau ergeben.

Konkordanz
lat. Übereinstimmung; Zusammenstellung aller in einem Schriftstück oder dem Werk eines Autors vorkommenden Wörter oder Wendungen in alphabetischer Folge mit Angabe der Belegstellen.

Kontaktkleben
Verbindung von Trägerstoffen, deren verbindenden Flächen mit einem Trockenklebstoff beschichtet sind, der unter Einwirkung von Druck Schicht auf Schicht haftet.

Kopierpapier
Naturpapiere, weiß und farbig, für Kopien auf xerografischem Wege.

Kornpapier
gutes, meist holzfreies Zeichenpapier, das durch Prägung mit einer Kornstruktur versehen wird.

Kraftpapier
Natronpapier; hohe Festigkeit und Beständigkeit.

Kunstdruckpapier
hochwertiges, beidseitig aufwendig gestrichenes Papier für anspruchsvolle farbige Druckarbeiten.

Kupferschnitt
mittels eines Kupferschnittmessers wird in die Kupferplatte hineingeschnitten.

Kupferstich
mittels eines Grabstichels werden in eine vollkommen hochpolierte Kupferplatte Linien gestochen.

Kupfertiefdruckpapier
besonders weiches und saugfähiges Papier. Meist aus Japan.

Kursiv
rechtsschräge Schrift

L

Lackieren
aufbringen einer farblosen, glänzenden oder matt trocknenden Lackschicht als letzte Druckphase.

Laminieren
Glanzfolienkaschieren, Cellofanieren; Kaschieren einer Glanzfolie auf Drucksachen zur Erreichung eines Hochglanzes und Oberflächenschutz.

Laser
Light amplification by stimulated emission of radiation; Verstärkung des Lichtes durch stimulierte Emission der Strahlung.

Laserdrucker
Dieser Druckertyp arbeitet mit einer sich drehenden Trommel, deren Oberfläche bei Lichteinfall leitfähig wird. Die Trommeloberfläche wird elektrisch aufgeladen, ein Laserlicht schreibt die Information zeilenweise auf die Trommel. Dort, wo Licht auf die Trommeloberfläche trifft, wird sie entladen. Aufgebrachtes Farbpulver haftet nur an den unbeleuchteten Stellen. Es wird auf Papier übertragen und mit Wärme fixiert.

Laserdruckpapier
besonders zur Verwendung im Laserdrucker geeignet.

Lasurfarben
transparente Farben; sie lassen den darunterliegenden Grund erscheinen.

Laufrichtung
Richtung, in der die Fasern im Papier zur Hauptsache liegen.

Lautschrifttypen
international einheitliche Zeichen zur Bestimmung der Aussprache.

Layout
englische Bezeichnung für Drucksachenentwurf.

LCH-Farbraum
komplettes Modell des menschlichen Farbsehens.

Letter
Type oder Druckbuchstabe

Letterset
Beim Letterset-Hochdruckverfahren wird über einen Zwischenträger, einem mit einem Gummituch bespannten Zylinder, das Bild der Hochdruckform auf das Papier übertragen: also indirekter Hochdruck.

Lichtechtheit
Beständigkeit der optischen und physikalischen Eigenschaften gegen Lichteinwirkung.

Lichtpausenverfahren
Heliografie; Kontakt-Kopierverfahren auf billige, lichtempfindliche Papiere oder Filmfolien.

Ligatur
Zusammenschluss zweier Buchstaben, damit das Gesamtbild geschlossener wirkt.

Lochen
dies erfolgt in Stanzmaschinen.

M

Magazinpapier
Illustrationsdruckpapier; ungestrichenes, meist holzhaltiges, satiniertes Papier mit Füllstoffen. Besonders gut zur Wiedergabe von Bildvorlagen.

Magenta
engl. Purpur; das Purpurrot in der Dreifarbensynthese. Es ist neben Gelb und Cyan ein Bestandteil der Druckgrundfarben Cyan, Magenta, Yellow, Key (CMYK).

Magnetografie
Als Bildträger dient eine magnetisierbare Trommel, die aus einem nichtmagnetischen Kern besteht. Die Bebilderung erfolgt über magnetische Schreibköpfe. Die Aufprägung eines Magnetmusters auf die Bildträgeroberfläche beruht auf der  Ausrichtung der magnetischen Dipole innerhalb des Materials.

Mailing
Mailings sind personalisierte Druckerzeugnisse an potentielle Käufergruppen. In der Regel werden darin mehrere Waren und/oder Dienstleistungen präsentiert.

Majuskel
Großbuchstabe, Versal.

Makulatur
Fehldrucke, Fehlbogen, die beim Druck oder durch Beschädigung entstanden sind.

Manuskript
lat. Handschrift; noch nicht gedrucktes Schriftstück.

Marginalien
Anmerkung außerhalb der Satzfläche; Randbemerkungen am Papierrand.

Maskieren
Manipulation eines Bildteils, während das restliche Bild unverändert bleibt.

Matrize
Im Schriftsatz eine Hohlform zur Aufnahme der Patrize

Mattpostpapier
Schreibmaschinenpapier

Messerfalzprinzip / Schwertfalz
Der Bogen wird mittels eines Falzmessers zwischen zwei Falzwalzen gestoßen die durch Druck die Falzlinie bilden.

Millimeter zu Punkt-Umrechung
Millimeter in Punkt: 1 Millimeter (1 mm) = 2,266 Punkt (pt.); 1 pt.= 0,376 mm

Mioré
franz. Gewebe mit Schillermuster; eine störende, unerwünschte Musterbildung, die bei Halbtonbildern erscheint, wenn sie aus bereits gedruckten Vorlagen angefertigt werden.

Mittelachse
ungleich lange Zeilen werden auf Mitte der Satzbreite geschlossen.

Mittelfein
Papiere, die mehr als 5% mechanisch gewonnene Holzfasern enthalten.

musierte Schrift
Sonst voll ausgedruckte Buchstaben erscheinen durch Schraffierungen leichter (musierend)

N

Nass-auf-Trocken-Druck
mehrfarbiger Druck, bei dem die vorhergehende Druckfarbe bereits getrocknet ist, bevor die folgende gedruckt wird.

Nass-in-Nass-Druck
In Mehrfarbenmaschinen mit zwei oder mehr Farben werden die zweite und weitere Farben gedruckt, ehe die vorherige getrocknet ist.

Nassfeste Papiere
auch nach vollständiger Durchtränkung mit Wasser haben sie noch mindestens 20% ihrer mechanischen Festigkeit im lufttrockenen Zustand.

Naturpapier
ungestrichene Papiere

Nekrolog
Nachruf; Lebensbeschreibung einer verstorbenen Person

Non-Impact Printing-Verfahren (NIP)
Es wird keine feste Druckform benötigt. Ein Teil eines Druckbildes oder Textes wird durch z.B. Einbringen einer Adresse, Ansprache oder einer Zusatzinformation (z.B. Strichcode, Kundennummer, etc.) verändert und eventuell auf die speziellen Interessen eines Empfängers zusammengestellt.

Non-Impact-Drucker
Drucker, die ohne Krafteinwirkung auf das zu bedruckende Material arbeiten. Z.B. Laser-, Inket- und Thermodrucker.

NORM
Normalize Once Render Many; das einmalige Normalisieren und mehrmalige Ausgeben von Printdaten auf PDF-Basis.

Nuten
Vorbereiten einer Biegestelle durch Ausheben eines Spanes aus der Pappe. Nuten sind nicht mit Ritzen oder Rillen zu verwechseln.

Nutzen
Gleichwertige Exemplare auf einem Druckbogen, die sich bei der Einteilung dessen ergeben.

Nyloprint
Auswaschverfahren zur Herstellung von Klischees für den Flexodruck.

O

Oberflächenfestigkeit
Eigenschaft eines Papiers, einer senkrecht auf die Oberfläche einwirkenden Kraft Widerstand zu leisten.

Offsetdruck
Beim Offsetdruckverfahren befinden sich die druckenden und die nichtdruckenden Partien der Druckform in einer Ebene. Die druckenden Partien der Druckform zeigen ein wasserabstoßendes, also hydrophobes und damit oleophiles Verhalten. Die nichtdruckenden Partien der Druckform weisen ein hydrophiles und damit oleophobes Verhalten auf. Diese Wirkung wird durch grenzflächenphysikalische Phänomene erzeugt. Die nichtdruckenden Partien der Druckform werden vom Feuchtwerk mit einem dünnen Feuchtmittelfilm beschichtet. Dieses Feuchtmittel breitet sich auf den nichtdruckenden Partien aus. Dadurch werden die zu druckenden Stellen auf der Platte mir Druckfarbe eingefärbt.

Offsetpapier
alle holzfreien und holzhaltigen Naturpapiere sowie ungestrichene Recyclingpapiere in satinierter oder maschinenglatter Ausführung, die sich für die Verarbeitung im Offset eignen.

oleophil
Oberflächeneigenschaft aufgrund von Grenzflächeneffekte; öl- bzw. farbannehmend.

oleophob
Oberflächeneigenschaft aufgrund von Grenzflächeneffekte; öl- bzw. farbabweisend.

One-pass-Technik / Single-pass-Technik
moderne Flachbettscanner nutzen die drei Filterkanalfarben (Rot, Grün, Blau) in einem Scandurchgang zur Bilderfassung.

Opaltone
Das Sieben-Farb-System ermöglicht die Erweiterung des CMYK-Farbraumes.

Opazität
Undurchlässigkeit eines Körpers für Licht

OPI
Open Prepress Interface; Verfahren, bei dem zum Zeitpunkt der Dokumentausgabe unter PostScript die niedrigaufgelösten Bilder wieder durch deren hochaufgelöste Originaldaten ersetzt werden.

Ö

Ösen
wenn gelochte oder gebohrte Druckerzeugnisse stärker beansprucht werden, werden Papier-, Plastik- oder Metallösen zur Verstärkung eingesetzt.

P

Pagina
Seitenziffer; Paginieren ist das fortlaufende Nummerieren eines Druckwerkes.

Pantone
Schmuckfarben-Farbsystem. Sie basieren nicht auf dem CMYK-Farbraum, was das exakte Erreichen der Farben im Druck nicht möglich macht.

Paperback
Buch mit flexiblem Kartoneinband, der fest mit dem Buch verbunden ist.

Papieranfaserung
Die Ergänzung von Fehlstoffen im Papier bei der Restaurierung von Büchern.

Papiervolumen
Rauminhalt eines Körpers.

Pappe
Vom Flächengewicht stärker als Karton.

Papyrolin
Verbindung von Papier und Textilgewebe.

Papyrus
Vorläufer des Papiers. Hergestellt aus Sumpfgewächs und lässt sich als Beschreibstoff in Ägypten seit Anfang des dritten Jahrtausends v. Chr. nachweisen.

Paraffinieren
Beschichten/Imprägnieren eines Trägerstoffes mit Paraffinschmelze.

Paranthese
runde Klammern ( )

Passer
Lagegenauigkeit der Teilfarbendrucke (Farbauszüge) auf dem Druckprodukt zueinander.

PDF
Portable Document Format; Teil des Adobe Acrobat Datenformates, das einen plattform- und programmübergreifenden Dokumentenaustausch ermöglicht. Es ist ein Datenformat, vergleichbar mit EPS  oder anderen konturorientierten Datenformaten. Aufgebaut sind PDF-Dokumente auf der Post-Script Sprache. Weiters kann eine PDF-Datei Schriften, Bilder und Druckinstruktionen, sowie Such- und Indexfunktionen, Videos und vieles mehr beinhalten.

Perforieren
Ausstanzen einer Lochreihe in das Papier zur Bildung einer Reißlinie.

Pergamentpapier
Koch-, fett- und wasserfestes Papier.

Pergamin
aus fein gemahlenem Zellstoff hergestelltes, weitgehend fettdichtes, aber nicht nassfestes Papier.

Periodika, Periodikum
periodisch erscheinende Druckschriften

Personalisierung
Ein Verfahren, mit denen die einzelnen Exemplare eines Drucklaufes zu gewissen Teilen individuelle Aufdrucke erhalten. Dies setzt ein digitales Druckverfahren voraus, bei dem die Druckdaten zwischen den einzelnen gedruckten Exemplaren wechseln können. Eine häufige Anwendung ist das Adressieren von Druckerzeugnissen und die persönliche Anrede des Adressaten.

Pixel
entsteht durch Zerlegung eines Bildes in diskrete Bildelemente. Es ist der kleinste, von einem elektronischen System ansprechbare Bildpunkt.

PNG
Konkurrenz zu GIF-Format für das Internet. Lässt jedoch eine verlustfreie Komprimierung von bis zu 24-Bit-RGB-Bildern zu.

PostScript
geräteunabhängige Seitenbeschreibungs- und Programmiersprache für Texte, Grafiken und Halbtonbilder. Auch ein Format für Text- und Bildinformationen.

ppi
pixel per inch; gibt die Einstellung an, mit wie vielen Bildelemente ein Scanner je Zoll das Original erfassen kann.

Prägeklischee
besonders tief geätzte Metallplatte aus Messing oder Zinn für Prägedruckarbeiten. z.B. Heißfolienprägen.

Prägen
Die Prägung zählt zu den anspruchs- und wirkungsvollsten aller Veredelungsarten. Der Effekt des Prägens wird allein durch Deformation des Materials mittels eines Klischees, also Reliefbildung, erreicht. Dieser kann nach der Folienaufbringung überlagert werden. Je nach Lichteinfall ändert sich die Reflexion auf den unterschiedlich ausgerichteten Strukturen des Prägebildes.

Prescan
niederaufgelöstes Bild, das am Scanner als Vorschaubild vor der Feindatengewinnung im Schnelldurchlauf erzeugt wird, um aus Bearbeitungszeitgründen pauschale Korrekturen oder Bildbegrenzungen vorab festzulegen.

Presconsumer-Waste
bedrucktes oder gefärbtes Altpapier.

Pressen
Reliefartige Ausbildung der Oberfläche von Packstoffen mittels Formwerkzeugen und Druck. Dabei wird die Werkstoffdicke verkleinert.

Printing on Demand
Eine Drucksache wird nicht längerfristig auf Vorrat produziert, sondern erst bei Bedarf oder zumindest in Teilauflagen; im Extremfall als Einzelexemplar erst nach Bestellung des Kunden.

Printserver
Rechner im Netzwerk mit der Aufgabe, eingehende Druckjobs zu sammeln und zu organisieren.

Programmpapier
lappiges, meist holzfreies Papier mit weichem Laubholz-Zellstoff, das beim Umblättern wenig Geräusch verursacht.

Proof
engl. Prüfdruck; Verfahren zur Qualitätskontrolle in Druckvorstufe und Druck bezüglich Farbwiedergabe, Passer, Text- und Bildanordnung oder auch als Vorlage für den Auflagendruck.

PSD
Photoshop Data Format; Photoshop-internes Dateiformat, das alle im Programm möglichen Anwendungen speichern kann.

Punktsystem
Die Typografie beruht auf dem Punktsystem; die Grundeinheit ist der typografische Punkt.

Punkturen
sämtliche Interpunktions- und Satzhilfezeichen.

Q

Querschneiden
Arbeitsgang zum Ausrüsten von Papier.

R

Radierfestigkeit
Eigenschaft für Transparentpapiere, Zeichenpapiere und –kartons.

Radierung
Kupferdruck-Verfahren mit Tiefätzen der Zeichnung. Eine polierte Kupferplatte wird mit einem Ätzgrund versehen. Mit einer Radiernadel wird die Zeichnung eingeritzt, sodass das blanke Kupfer sichtbar wird.

Rakel
messerscharfe, elastische Stahlklinge; sie hat die Aufgabe, die eingefärbte Druckform von der überschüssigen Farbe zu reinigen.

RAL
Design-Farbsystem, das mit 39 Farbarten arbeitet und auf den LCH-Farbraum basiert. Eigentlich sind es Farben für Lacke.

Raster
regelmäßig angeordnete Punkte, Linien und Flächen oder ein unregelmäßiges Korn; er dient zum Auflösen eines echten Halbtonbildes.

Rasterweite
Anzahl der Rasterpunkte, die auf eine Längeneinheit fallen.

Rasterwert
Verhältnis der bedruckten zur unbedruckten Fläche.

Rasterwinkelung
Die Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow, Key werden in unterschiedlichen Rasterwinkelungen ausgegeben, um Moiré-Bildungen und andere unerwünschte Muster zu vermeiden

RAW
Rohdatenformat; zum Austausch zwischen verschiedenen Computern und Plattformen.

RBG
Gerätefarbraum; beruht auf der additiven Farbmischung: Rot + Grün + Blau = Weiß

Recycling
Wiederverwendung schon gebrauchter Materialien.

Reißfestigkeit
stärkste Belastung die Papier aushalten kann, bevor es zerreißt.

Reproduktion
Wiederholung, Wiedergabe; möglichst getreue Nachbildung, fotografische oder elektronische Vervielfältigung einer flächenhaften Schrift- oder Bilddarstellung.

Retusche
Verbessern der Wiedergabe bzw. die Korrektur von Bildern durch Bearbeiten einer Vorlage und von positiven und negativen Filmen.

Revision
letzte Korrektur vor dem Druck auf dem Revisionsbogen

Rillen
Verformung von Karton oder Pappe zu einer wulstartigen Linie durch Materialverdrängung und –verdichtung zur Vorbereitung einer Biegestelle.

RIP
Raster Image Processor; Rasterbildrechner; Im RIP werden die ankommenden Informationen über eine Seite in ein Bitmap transformiert. Dabei erfolgt die Rasterung und die Aufbereitung von Daten zur Ansteuerung des Ausgabegerätes.

Ritzen
Der Packstoff wird so tief eingeschnitten, dass er dort, eine Kante bildend, ohne Bruch gebogen werden kann.

Rupfen
Loslösen mehr oder minder großer Faserteile der Papieroberfläche während der Verarbeitung.

S

Sammelform
verschiedene Drucksachen mit gleichem Papier und gleicher Auflage können so zu einer Form zusammengefasst werden, dass diese aus dem Druckbogen auf ihr Format geschnitten werden können. Dies hat Zeitersparnis zur Folge.

Satinieren
Glätten der Papieroberfläche in einem Kalander.

Satzspiegel
Höhe und Breite der Druckfläche einer Seite, die mittel des Goldenen Schnitts auf Basis der Seitengröße errechnet wird.

Scannen
engl. abtasten; eine Vorlage wird zeilenweise abgetastet, um die analoge Bildinformation in eine digitale umzuwandeln. Diese kann im Computer weiterverarbeitet werden.

Schärfe
Wiedergabequalität von Kontrastverläufen, insbesondere Linien und Kanten einer Bild- und Strichvorlage.

Schlitzen
stanzen von rechteckigen Einschnitten in Zuschnitte mittels Scherenschnitt durch hubweise arbeitende oder rotierende Schlitzwerkzeuge.

Schmalbahn
Die kürzere Kante ist aus der Breite der Papierbahn in der Papiermaschine geschnitten worden.

Schneiden
Geradliniges Zerteilen eines Werkstoffes durch mechanische Beanspruchung. Dabei wird der Stoffzusammenhalt aufgehoben.

Schöndruck
Der Erstdruck auf das Papier

Schriftcharakter
Eigenart einer Schrift.

Schriftlinie
Fuß- oder Grundlinie; untere Begrenzung der Buchstabenhöhe.

Schrumpfen
Folieren, Einschweißen; Das Produkt durchlauft einen Heißluftkanal, in dem die um das Produkt gelegte Kunststofffolie zusammengeschrumpft wird.

Schusterjunge
eingezogene erste Zeile eines Absatzes, die als unterste Zeile einer Satzseite bzw. Spalte steht.

Schwabacher
Schrift mit bewegter Spitzbogenformbetonung

Schweißen
Verbinden thermoplastischer Packstoffe durch Wärme mit oder ohne Druck.

Seitenrichtiger Film
Auf der Schichtseite des Filmes ist die Schrift lesbar.

Seitenverkehrter Film
Auf der Schichtseite des Filmes ist die Schrift spiegelverkehrt.

Siebdruck
Der Siebdruck ist ein Durchdruckverfahren und somit eine spezielle Art des  Schablonendruckes. Das bedeutet, dass die Druckfarbe beim Druckvorgang durch die Form hindurch auf den Bedruckstoff gelangt. Die Druckfarbe wird durch ein feinmaschiges Sieb mit einer Rakel durchgedrückt, wobei die Rakel zwischen Sieb und Bedruckstoff einen Kontakt schafft.

Snap-out-Sätze
Durchschreibblätter für Formulare, Rechnungen usw.

spationieren
Vergrößerung der Buchstabenabstände

Stanzen
Dies bezeichnet das Teilen von Werkstoffen mittels einer Trennlinie die von der Geraden abweicht. Vorzugsweise werden Aus- und Zuschnitten gemacht, aber auch offene Schnitte sind realisierbar (z.B. das Abrunden von Ecken, Registerstanzen etc.) 

Stauchen
durch Eindrücken des Bedruckstoffes mittels einer dünnen Stahlschiene wird eine Rille erzeugt, die zugleich als Markierung ein glattes und sauberes Falzen ermöglicht.

Sterotypie
Duplikaterzeugung nach Druckstöcken des Hochdruckes mittels Prägen einer Matrize und deren Abformungen.

Streichen
Auftragen einer streichbaren Masse auf einen Trägerstoff, um besondere Eigenschaften zu erzielen, z.B. Bedruckbarkeit, Dichtheit, Siegelbarkeit, Oberflächenschutz.

Strichvorlage
Vorlagen, die nur aus Schwarz und Weiß bestehen und keine Abstufungen haben.

Subtraktive Farbmischung
Diese beinhaltet die in den Druckverfahren angewandte Farbmischung aus den Farben Cyan, Magenta, Yellow. Da diese Mischung nur ein schmutziges Braun ergeben würde, wird Schwarz (Key) als vierte Farbe zur Unterschützung im Prozeß angewandt.

Suffix
tiefstehende Bruchzahlen

Sujet
Einzelnutzen des Auftrages, ohne Auskunft über Art, Beschaffenheit, Verwendung oder Farbzahl.

Supérieurs
hochstehende Buchstaben

T

Tabellierpapier
unbedrucktes oder mit dünnen, hellen auf Endlosformularmaschinen bedrucktes Endlospapier mit Führungslöchern zum Einsatz im Datendrucker.Tiefdruck
Sammelbegriff für Druckverfahren, bei denen die druckenden Elemente erhaben sind. Nach dem Rakelvorgang wird die in den Rasternäpfchen verbleibende Druckfarbe mit dem Bedruckstoff in Kontakt gebracht, worauf sich ein Teil dieser Farbe auf den Bedruckstoff überträgt. Aufgrund der Farbspaltung erfolgt keine vollständige  Entleerung der Näpfchen.


Taschenfalzprinzip
Der Bogen wird mittels Falzwalzen in eine Falztasche gefördert bis er am Taschenanschlag anstößt. Durch die fortlaufende Bewegung der Falzwalzen entsteht im Stauchraum eine Schlaufe, die von den unteren Falzwalten erfaßt wird. Duch den Druck zwischen den Falzwalzen entsteht der Falzbruch.

Thermosensitives Papier
mit wärmeempfindlicher Schicht versehenes Papier für EDV-Drucker oder Faxgeräte.

TIFF
Tagged Image File Format; es ist das gängigste Pixelformat und wird von nahezu allen Systemen unterschützt. Es ist Quasi-Standard zum Austausch von Bildern in Farbe und Grauwerte sowie unterschiedlichen Auflösungen und Größen, zwischen verschiedenen Plattformen und Programmen und ist für nahezu jede grafikverarbeitende Software lesbar.

Tilde
spanisches Aussprachezeichen

Titel
Hauptseite eines Buches, die den Autor und den Verlag angibt.

Toyo Color
bestehend aus rund 1000 Farben, basierend auf den in Japan gebräuchlichsten Druckfarben.

Trema
Akzent mit Doppelpunkt (ä, ö, ü)

Trennschnitt
werden mehrere Nutzen auf einem Bogen gedruckt, müssen diese nach dem Druck mit der Schneidemaschine in die entsprechenden Teile getrennt werden.

True Type Fonts
von Microsoft und Apple entwickeltes Fontformat, das auf Basis von Bitmaps generiert wird.

Trumatch-Farbsystem
bietet vorhersehbare CMYK-Farben, die mit über 2000 realisierbaren, computergenerierten Farben übereinstimmen. Sie decken das sichtbare Spektrum des CMYK-Farbumfanges in gleichmäßigen Schritten und in bis zu 40 Abstufungen und Tonwerten jedes Farbtones ab. Jeder Farbton wurde im Vierfarb-Druck erstellt und ist in CMYK erreichbar.

Typografie
Lehre von der Gestaltung und dem Einsatz von Schrift, damit die Texte gut lesbar und optisch ansprechend sind.

U

UCA
under color addition = Unterfarbenzugabe; die Zugabe von Cyan, Magenta und Yellow in den neutralen und dunklen Bereichen des Motives in Schwarz, womit ein gesättigtes Schwarz erreicht wird.

UCR
under color removal = Unterfarbenreduzierung; es bezeichnet ein im Tonwertumfang „skelett“-artiges Schwarz. Das heißt, in den dunklen und neutralen Farbbereichen des Motives wird Cyan, Magenta und Yellow durch Schwarz ersetzt, das ein „Skelett“ bildet, um einen maximalen Bildkontrast zu erreichen.

Umschlagen
der Papierbogen wird so umgedreht, dass nach erfolgtem Schöndruck die gleiche Papierkante den Greifer berührt; d.h. das Wenden des Bogens um die Längsachse.

Umstülpen
der Papierbogen wird so umgedreht, dass nach erfolgtem Schöndruck die entgegengesetzte Papierkante des Bogens den Greifer berührt.

Unbuntaufbau
Gray Component Replacement = GCR; der Buntfarbenanteil in allen Bereichen wird reduziert, auch wenn sie nicht dem neutralen Grau entsprechen, was zu einer allgemeinen Verminderung des Farbauftrags beiträgt.

Unziale
kleine Initiale, die als einfacher Buchstabe größeren Grades beim Kapitelanfang vor zwei oder drei Zeilen gesetzt wird.

Ü

Überfüllung
Die Überlappung zweier aneinanderstoßender Farbflächen. Dies hat den Zweck, damit sich Fehlpasser nicht durch unschöne weiße Stellen (Blitzer) bemerkbar machen (auch Trapping genannt). Weiters kann eine etwa drei Millimeter breitere Bildfläche bei angeschnittenen Bildern oder Flächen eingebaut werden, die nach dem Verarbeiten und Beschneiden des Druckbogens einwandfrei angeschnittene Bildseiten ermöglichen. 

V

Vakat
lat. frei; eine nicht druckende Seite

Vektorformat
Im Gegensatz zu den pixelorientierten Bildformaten bestehen vektororientierte Datenformate aus mathematisch berechenbaren Koordinatenangaben und Algorithmen, die z.B. Startpunkt und Endpunkt, oder Richtung, deren Krümmung, Farbe und Breite exakt definieren. Daher ist es möglich, viele geometrische Formen im Computer generieren und definieren zu können, ohne die Daten der einzelnen Bildpunkte zu speichern, was einen enormen Vorteil im Beriech Dateiumfang und Skalierbarkeit hat. Außerdem sind sie ohne Qualitätsverlust vergrößerbar und verzerrbar. Pfade sind gut zu bearbeiten, einzeln zu verändern oder zu löschen. Vektorgrafiken eignen sich deshalb vor allem für Schriften und Grafiken mit klaren Konturen.

Velinpapier
Papier mit glatter Oberfläche und geschlossener, ruhiger Durchsicht.

Vignettierung
Bezeichnung für den Abfall der Bildhelligkeit zu den Bildrändern hin und vor allem an den Ecken. Auch die Verschattung der Randzonen des Bildes bezeichnet man als Vignettierung.

Viskosität
Zähigkeit; der Widerstand, den eine Flüssigkeit einer Formänderung entgegensetzt.

Volumen
das Verhältnis von Papierdicke zu Papiergewicht.

W

Waisenkind
Alinebeginn am Fuße der Kolumne

Warmkleben
Verbinden von Packstoffen mittels wasserhaltiger Klebstoffe bei erhöhter Temperatur.

Wasserzeichen
durchscheinende Zeichen im Papier, die bereits in der Siebpartie in der Papierfabrik erzeugt werden.

Web-Offset
engl. für Rollenoffset

Wegschlagen
Aufsaugen/Eindringen von flüssigen Bestandteilen der Druckfarbe oder von Tinte in die Poren eines saugfähigen Bedruckstoffes.

Weißgrad
Intensität des Weißeindruckes eines Papiers.

Welligkeit
Auswirkungen von Feuchtigkeits- und Dimensionsänderungen beim Lagern von Papier.

Widerdruck
Gegendruck; der zweite Durchgang, bei dem die Rückseite des bereites einseitig bedruckten Bogens bedruckt wird. Der erste Durchgang wird als Schöndruck bezeichnet.

Workflow
Computerunterstützte Organisation von Arbeitsabläufen, die darin besteht, Dokumente in geordneter Weise von einer Arbeitsstufe zur nächsten zu bewegen. z.B. PostScript Workflow, Bitmap Workflow und PDF Workflow.

wysiwyg
= what you see is waht you get; Bildschirmdarstellung eines Layouts, so wie es später auch im Ausdruck erscheint.

X

Xerografie
elektrophysikalisches Vervielfältigungsverfahren durch Übertragung von elektrisch geladenem Farbpulver von einer mit Selenschicht bezogenen Druckform oder einem anderen Druckträger auf Papier.

Z

Zahlenbuchstaben
Buchstaben, die Zahlen ersetzen. Zum Beispiel bei einer Aufzählung.

Zirkumflex
französisches Aussprachezeichen

Zurichtung
sie hilft, als Teil des Aufzuges, den zwischen Druckform und Gegendruck eingestellten Druck vorwiegend auf diejenige Stelle zu verlegen, die zum guten Ausdrucken einen erhöhten Druck benötigen.

Zwischenschlag
Leerraum zwischen Spalten beim Spaltensatz oder Satzgruppen.

Zwischenschnitt
Positionierung von Formaten aneinander mit Überfüller zwischen den Formaten.